Kölner Zoo: seltenes Okapi-Jungtier

Seltenes Okapi-Jungtier „Imani“ im Kölner Zoo geboren

(starparks) Am 12. Oktober 2019 ist im Kölner Zoo ein weibliches Okapi zur Welt gekommen. Es ist die erste Kölner Okapi-Geburt nach dreieinhalb Jahren. Die Tragzeit betrug rund 450 Tage. Das Jungtier heißt „Imani“. Dies bedeutet auf Swahili „Hoffnung“. Die fast 14-jährige Mutter „Hakima“ kam 2015 aus Antwerpen nach Köln. Sie ist auch Mutter der 2016 im Kölner Zoo geborenen „Jamili“, die ebenfalls im Kölner Zoo lebt.

„Hakima“ ging in Ermangelung eines geeigneten Partners in Köln von Juli bis November 2018 auf „Hochzeitsreise“ in den Wuppertaler Zoo, wo sie vom dortigen Okapi-Bullen „Deto“ (18 Jahre alt) gedeckt wurde. Als viertes Tier neben „Imani“, „Hakima“ und „Jamili“ lebt die 24-jährige „Kisanga“ in Köln. Der Kölner Zoo hält seit 1994 Okapis. Mit „Imani“ wurde bereits das sechste Jungtier hier in Köln geboren. Sie ist mit 9 Wochen sehr fit und unternehmungslustig. Die vergangenen beiden Tage durfte sie wegen der milden Temperaturen und dem trockeneren Wetter stundenweise mit ihrer Mutter auf die Außenanlage.

Leuchtende Okapis: Auch Teil des China Light-Festivals im Kölner Zoo

In quasi weiser Voraussicht sind kunstvoll illumierteOkapi-Figuren auch Teil des China Light-Festivals, das aktuell im Kölner stattfindet. Der phantasievolle und im Vergleich zu den Vorjahren nochmals ausgeweitete Lichterparcours erstreckt sich über das gesamte Zoogelände. Ein attraktives Rahmenprogramm mit chinesischen Bühnenshows sowie verschiedene gastronomische Angebote runden die Lichterschau wie gewohnt ab. Das Festival endet am 19. Januar 2020. Infos und Tickets unter www.koelnerzoo.de.

Streng geschützt, äußerst selten: Zoos engagieren sich für den Erhalt

Das Okapi, auch Waldgiraffe genannt, wurde erst 1901 für die Wissenschaft entdeckt. Es ist neben der Giraffe der zweite Vertreter aus der Familie der Giraffenartigen. Okapis haben eine Schulterhöhe von 135 bis 160 cm. Die Männchen sind kleiner und leichter als die Weibchen, allerdings tragen nur sie zwei spitze hautbedeckte Knochenzapfen auf der Stirn. Wie die eigentlichen Giraffen, so haben auch die Okapis eine lange, blaue Zunge, die bis zu 25 cm ausgestreckt werden kann, um Nahrung zu greifen oder das Fell zu säubern. Okapis leben meist als Einzelgänger im dichten Unterholz und auf Lichtungen des afrikanischen Regenwalds in einem eng begrenzten Gebiet im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo. Es gibt keine feste Paarungszeit. Die Jungtiere, die wie Giraffen eine Stehmähne haben, liegen in den ersten Lebenswochen ab und folgen erst danach der Mutter. Okapis sind mit zwei bis drei Jahren geschlechtsreif. Der natürliche Feind der Okapis ist der Leopard.

Das Okapi ist laut den Gesetzen des Kongo streng geschützt und ein nationales Symbol. Auf der Roten Liste der IUCN wird das Okapi als „gefährdet“ eingestuft. Es gibt keine verlässlichen Zahlen über das Vorkommen der Okapis in der Wildnis. Die Bestände nehmen ab. Lebensraumzerstörung ist eine große Bedrohung für die Okapis, ebenso wie die Jagd auf sie für Fleisch und Fell. Eine große Bedrohung für die Okapis ist die Präsenz von bewaffneten Gruppen in und in der Nähe von Schutzgebieten, die Naturschutz behindern und Wilderei und die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen unterstützen.

Der Kölner Zoo unterstützt seit vielen Jahren die Gilman Foundation, die das Okapi Conservation Project koordiniert. Ziel dieses Projektes ist es, mit dem Okapi Wildlife Reserve ein natürliches Waldgebiet zu erhalten. Dort werden Wildhüter ausgebildet und ausgestattet, Infrastrukturen zum Schutz von Habitat und Wildtieren aufgebaut und die Bevölkerung wird in Bezug auf nachhaltigen Umgang mit den natürlichen Ressourcen, alternativer Landwirtschaft und Nahrungsmittelproduktion unterstützt. Das Internationale Zuchtbuch dieser Art wird in Antwerpen geführt. In Europa leben derzeit 77 Okapis in 26 Zoos. Davon leben 19 Tiere in sechs deutschen Zoos.

Quelle: Pressemitteilung Kölner Zoo vom 19.12.2019.
Bildquelle: Werner Scheurer

Schreibe einen Kommentar

vier × vier =